Fahrkartenverkauf am Bahnhof Freilassing

bearbeitet Dezember 2019 in Bahnhof Freilassing
Schreiben an unseren Vorstand:

Gerne möchte ich Ihnen zum Fahrkartenkauf bzw. Meridian folgendes mitteilen:
  1. Am vergangenen Donnerstag, 22.08.2019, habe ich im Freilassinger Anzeiger und auf Bayernwelle von Ihrer Kritik an den weiten Fußwegen vom Fahrkartenautomat zu den Gleisen 96/97 am Freilassinger Bahnhof gelesen. Ich sehe es genauso wie Sie. Vor allem, wenn man Fahrräder oder Kinderwagen dabei hat. Der Weg entlang an Gleis 1 ist an einer Stelle, wo ein Signal steht, auch noch sehr schmal.
    Ich hatte mich schon vor zwei Jahren, bei der Eröffnung, gefragt, warum hier kein Fahrkartenautomat gebaut wird. Kann es sein, dass die Situation anders aussähe, wenn die DB am Betrieb der S-Bahn Salzburg beteiligt wäre? Derzeit wird die S-Bahn Salzburg meines Wissens ausschließlich von den ÖBB betrieben. Auch die von BLB gestellten Züge sowie die Fahrten nach Braunau mit Südostbayernbahn-Zügen werden im Auftrag der ÖBB ausgeführt. Erhalten die ÖBB für die Strecke Freilassing-Salzburg Geld von der BEG?
  2. Haben Sie auch bei den ÖBB oder der BOB nachgefragt? Ggf. wären diese bereit, einen Fahrkartenautomaten am Gleis 96/97 aufzustellen?
    Haben Sie schon mal versucht, online über den DB-Navigator bzw. http://www.bahn.de eine Fahrkarte nach Salzburg zu kaufen?
    Nach Salzburg Hbf funktioniert es problemlos. Aber z.B. nach Salzburg Aigen ist es nicht möglich. Da wird man auf die DB International Seite weitervermittelt, über die dann aber kein Preis ermittelt werden kann. Eine Preisauskunft ist nicht möglich.
    Das Problem müsste aus meiner Sicht gelöst werden können.
  3. Bei der privaten Fahrkartenagentur im Bahnhof Bad Reichenhall (und meines Wissens gilt dasselbe für Berchtesgaden) muss man für eine reine Fahrt- bzw. Preisauskunft 2 Euro Gebühr bezahlen. Diese wird zwar beim Kauf einer Fahrkarte wieder gutgeschrieben.
    Ferner wird bei Bezahlung mit Girocard (früher EC-Karte) eine "Übertragungsgebühr" von 0,50 Euro erhoben (siehe beigefügte Fotos).
    Beide Gebühren halte ich für nicht kundenfreundlich. Von meiner Bank erfuhr ich telefonisch, dass die "Übertragungsgebühr" nicht zulässig ist. Die Kosten für die bargeldlose Bezahlung mit EC-Karte in der Währung Euro muss stets der Händler übernehmen. Zahlungsmittelentgelte wurden ausdrücklich verboten.
    https://www.zugreiseblog.de/deutsche-bahn-zahlungsmittelentgelt/
    Aus meiner Sicht wäre ein Video-Reisezentrum, wie ich es an anderen Bahnhöfen gesehen habe, eine Alternative zu privat betriebenen Reisebüros mit diesen Zusatzgebühren.
    Dass keine Busauskünfte erteilt werden, ist für einen Fremdenverkehrsort wie Bad Reichenhall nicht besonders hilfreich. Und die Aussage "außerhalb der Öffnungszeiten sind Fahrkarten für die BLB auch im Zug ohne Aufpreis erhältlich" ist schlicht falsch. Denn die BLB erhebt nie irgendwelche Aufpreise für Fahrkartenverkäufe im Zug.
dazu ergänzend eine weitere Mail:
  1. Aus meiner Sicht wäre an Gleis 96/97 ein Fahrkartenautomat sinnvoll, egal ob von DB, ÖBB, Meridian, wenn alle Automaten dieselben Fahrkarten verkaufen (wie es in einem Verbund sein sollte).
  2. Mir ist bekannt, dass Salzburg Habf tariflich als deutscher Bahnhof behandelt wird, alle anderen Stationen aus deutscher Sicht ausländische Bahnhöfe sind. Aber wenn Sie mit der DB-App bzw. unter bahn.de Fahrkarten in weit entfernte ausländische Ziele erwerben können (z.B. Ziele in Ungarn, Slowenien, aber auch Österreich), sollte es auch möglich sein, Fahrkarten in die unmittelbare Nachbarschaft kaufen zu können. Außerdem handelt es sich um einen Verbund. Ggf. müsste der SVV in die DB App integriert werden.
  3. Viell. können Sie dies dem "Verbindungsmann" nach Österreich auch mitgeben.
  4. Es wäre nett, wenn Sie das Thema Fahrkartenkauf mit dem BGL-Tourismus, aber auch mit der BLB besprechen könnten. Ich habe nicht speziell darauf geachtet, aber andere private Fahrkartenagenturen erheben keine Gebühren in dieser Form und Höhe. Negativ finde ich auch, dass man im Zug bei der BLB erst ab einem Betrag von 10 Euro mit der Maestro-Karte bargeldlos bezahlen kann.

Johannes Vogler
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