Immer mehr Stau in den Städten

In Berlin und Hamburg brauchten Autofahrer im vergangenen Jahr noch mehr Geduld als noch 2018. Das Verkehrsaufkommen ist leicht gestiegen, wie der Stau-Index von TomTom zeigt. Anders in Peking. Dort nahm die Zahl der Stau-Stunden ab. Verkehrswissenschaftler warnen jedoch vor vereinfachten Darstellungen.

Wir haben noch Perspektive: Im internationalen Vergleich stehen die Autofahrer in Deutschland aber nicht besonders lange im Stau. Für Bangalore in Indien berechnete TomTom einen Wert von 98 Prozent für die morgendliche Rush Hour, abends war dort der Wert mit 115 Prozent noch schlechter. Auf dem europäischen Kontinent ist die Verkehrsbelastung in Moskau (59 Prozent) am schlimmsten, gefolgt von Istanbul, Kiew und Bukarest.


Deutsche Stau-Hauptstadt war wie im Vorjahr Hamburg (34 Prozent, plus 1 Prozentpunkt) gefolgt von Berlin, Wiesbaden, München, Nürnberg und Stuttgart. Bonn, Kassel, Bremen und Frankfurt am Main vervollständigen die Top-10-Liste der Städte in Deutschland, in denen Autofahrer die meiste Zeit durch Verkehrsbehinderungen verlieren. Die von TomTom berechnete Prozentzahl zeigt, wie viel länger eine Fahrt als Folge des Staus dauert.

Besonders stark mit plus 8 Prozentpunkten stieg der Stauwert in Wiesbaden an. Bremen gehörte mit minus 3 Prozentpunkten zu den wenigen deutschen Städten, in denen der Verkehr 2019 etwas flüssiger lief als im Vorjahr. 

Anmelden oder Registrieren, um zu kommentieren.