Führt die Kein-Autokauf-Prämie ein!

Die Bundesregierung will den Kauf eines Elektro-Autos künftig mit bis zu 6.000 Euro fördern – eine deutliche Steigerung von der bisherigen Kaufprämie von 4.000 Euro. Die Hälfte der Subvention übernimmt wie bisher die Industrie, die sich das möglicherweise über einen erhöhten Preis wieder reinholt. Real schießt der Staat also nur 3.000 Euro zu.


Ja es geht um Arbeitsplätze - aber der Anteil der Personalkosten am Autopreis ist nun auch wieder nicht so hoch - 10%

,,,, mn könnte ja auch Busproduktion fördern

Und das ökologischste Auto ist nach wie vor eins, das gar nicht erst gekauft wird – egal, wie es angetrieben wird. Statt den Autoverkehr zu subventionieren, sollte die Bundesregierung daher lieber sträker den autolosen Verkehr subventionieren – beispielsweise durch fahrscheinlosen Nahverkehr. Schade, dass es dafür in Deutschland keine mächtige Lobby gibt.

Statt nur über eine Wende zur Elektromobilität zu diskutieren, müssen wir den Individualverkehr an sich in Frage stellen – zumindest für all diejenigen, die nicht auf ein eigenes Auto angewiesen sind. Für Alte und Gehbehinderte oder Bewohner des ländlichen Raums ergibt ein eigenes Auto Sinn. Doch in Anbetracht von Klimaerwärmung und Ressourcenverbrauch sollten wir uns fragen, ob wir das in Deutschland gefühlte Menschenrecht auf ein eigenes Auto zumindest für die gesunde Bevölkerung im urbanen Raum in Frage stellen und den für alle schädlichen Individualverkehr sehr teuer machen sollten.

Die Einnahmen aus einer Sondersteuer der Kommunen auf privaten Pkw-Besitz könnte zum Beispiel in den Ausbau von Fahrradwegen und den öffentlichen Personennahverkehr fließen. Anbieter neuer Mobilitätskonzepte wie Uber, Clevershuttle oder Moia sollten von den Kommunen endlich gefördert statt behindert werden, um die Abschaffung des eigenen Autos noch attraktiver zu machen. Und wer trotzdem unbedingt ein Auto punktuell braucht, kann in fast allen großen deutschen Städten schon Carsharing nutzen.

Das wäre ökologisch, sozial und würde in den gedrängten Städten wieder Raum schaffen und die Stadt für alle lebenswerter machen. Elektromobilität alleine wird das ökologische Grundproblem unseres heutigen Verkehrs nicht lösen.

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