Gestaltung eines barrierefreien Bahnhofs in Freilassing

Unser Verkehrsforum beschäftigt sich seit seiner Gründung mit dem barrierefreien Bahnhof Freilassing!

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Hier sehen Sie aktuelle Planungen, die Max Aicher im Sommer 2019 im Verkehrsforum vorgelegt hat und deren Präsentation er uns genehmigt hat. Der bestehende Bahnhof (gelb) müsste abgerissen bzw. nach hinten versetzt werden, um die Sack-Gleise aus Berchtesgaden kommend und im Osten die aus Salzburg kommend durch zu verbinden. Damit möchte Aicher eine Taktrate von 15 min erreichen.

Im Plan ist in der Mitte auch die favorisierte Unterführung skizziert, eine Verlängerung der vorhandenen (an beiden Ausgängen), zu Verbindung der Stadtteile.


Zum Vergrößern laden Sie die Bilder der Pläne auf ihren Computer herunter und rufen dann die Bilder auf.




zur barrierefreien Gestaltung etwas Text:


Eingabe von Max Aicher:

Auszüge

Wir beantragen

daher bereits an dieser Stelle, das Verfahren einzustellen, da das Vorhaben (jedenfalls in dieser Form) nicht planfeststellungsfähig ist.


Die Kernforderungen dieses Einwendungsschriftsatzes stellen wir vorab kompakt wie folgt dar:

1. Durchbindung der Gleise 76/77 mit 96/97

  • zur nachhaltigen Umsetzung der S-Bahn-Verbindung Salzburg – Freilassing – Bad Reichenhall
  • zur Freihaltung der Gleise 1,2,3,4,5,7,8 für den sich entwickelnden Verkehr
  • zur Verlegung der Haltestelle „3.Gleis“ in den Bahnhofsbereich bei der PU.

2. Verlängerung der PU nach Norden

  • Anbindung der meisten Einwohner von Freilassing (im Norden wohnend) an die Bahnsteige
  • Mit Errichtung eines entsprechenden Zuganges und Parkhauses im Norden der Gleise
  • Mehr Barrierefreiheit und Mobilität für die Bahnhofsnutzer.

3. Verlängerung der PU nach Süden

  • Wegen der Notwendigkeit eines weiteren Bahnsteiges für die Gleise 76/96 und 77/97
  • Mit Schaffung einer zusätzlichen Rampe von Westen (Parkhaus und Schüler) für mehr Barrierefreiheit und Mobilität
  • Verlängerung unter die Bahnhofstraße in das Grundstück Fl.Nr.988, welches der Einwendungsführer zu 4 für eine solche Nutzung zur Verfügung stellt.

4. Verlängerung der EÜ nach Süden

  • Wegen der Notwendigkeit eines weiteren Bahnsteiges für die Gleise 76/96 und 77/97
  • Verlängerung unter die Bahnhofstraße in das Grundstück Fl.Nr.978, welches der Einwendungsführer zu 4 für eine solche Nutzung zur Verfügung stellt.


Die erhobenen Einwendungen begründen wir wie folgt:

I. Überholte Planungsunterlagen

Die zur Planfeststellung eingereichten Unterlagen sind inhaltlich überholt und insbesondere hinsichtlich des Zugaufkommens und der Fahrplantaktung nicht auf dem neuesten Stand.

Das Planungsbüro hat die Unterlagen am 31.10.2017, mithin ca. 1 Jahr vor Planauslegung verfasst, was die zeitliche Überholung erklärt und indiziert.

Besonders deutlich wird dies bei Ziffer 4.1. des Erläuterungsberichtes, in welchem das Zugaufkommen mit 160 Zügen/Tag angegeben wird. Leider erfolgt kein Beleg, wie die entsprechenden Zahlen ermittelt wurden.

Fakt ist: Sie treffen nicht zu.


Eine Zählung aus dem aktuellen Kursbuch ergibt rund 230 Personenzüge pro Tag, die in Freilassing halten und diesen bedienen. Die richtige Zahl der Zugbedienungen liegt damit mehr als 40% über den Annahmen des Vorhabenträgers!

Zu beachten ist, dass in dieser Auflistung die durchfahrenden Fernverkehrszüge und die Güterzüge noch nicht enthalten sind. Insgesamt schätzt man aktuell 280 bis 300 Züge / pro Tag im Bahnhof Freilassing.

Nachdem die Angaben in den Planfeststellungsunterlagen die Wirklichkeit völlig verfehlen wurde eine eigene Studie durch die SMA seitens der Einwendungsführer in Auftrag gegeben. Die Studie fügen wir als Anlage 2 bei. In dieser werden unter Berücksichtigung der künftigen Taktsteigerung und des gesteigerten Fahrtaufkommens folgende Zugzahlen je Stunde ausgewiesen:

- Zeithorizont 2018: 18 Züge/Stunde

- Zeithorizont 2025/2030: 21 Züge/Stunde

- Zeithorizont ABS 38: 27 Züge/Stunde

Daraus ergeben sich folgende Zugzahlen pro Tag:

- Zeithorizont 2018: 18 Züge/h mal 16 Stunden: 288 Züge/Tag

Unterstellt man dieses Verhältnis auch für die beiden anderen Zeithorizonte, so ergeben sich die folgenden Zugzahlen pro Tag:

- Zeithorizont 2025/2030: 21 Züge/h mal 16 Stunden: 336 Züge pro Tag (plus 17 %)

- Zeithorizont ABS 38: 27 Züge/h mal 16 Stunden: 432 Züge pro Tag (plus 50 %)

Womöglich sind die soeben geschilderten und belegten Fehlvorstellungen hinsichtlich des Zugaufkommens ursächlich für die sogleich darzustellende defizitäre Alternativenplanung. Einigkeit besteht aber sicherlich darin, dass eine zukunftsweisende, vernünftige Planung die Zeichen der Zeit erkennen und künftig absehbare Entwicklungen berücksichtigen muss. Anderenfalls muss die Planrechtfertigung und Sinnhaftigkeit des Vorhabens in Frage gestellt werden.

Die Planung darf nicht an der Wirklichkeit vorbeigehen.

Im weiteren erfolgen folgende Argumente

2.

Bei dem sog. 3 Gleis handelt es sich um die Gleise 96 und 97, welche derzeit von Ost bzw. West kommen und jeweils an einem Prellbock enden. Die Gleise sind nicht durchgebunden.

Das Fachbüro SMA und Partner AG hat in einer Studie vom 11.12.2018 ermittelt, dass es im Hinblick auf die künftige verkehrliche Entwicklung geboten ist, diese Gleise zu den Gleisen 76/ 77 durchzubinden.

Die Studie liegt als Anlage 2 bei und ist Bestandteil dieses Einwendungsschriftsatzes.

2.1.

Die Verbindung der Gleise 76 mit 96 und 77 mit 97 bildet das wesentliche Element für einen zukunftsweisenden Ausbau des Bahnhofes Freilassing. Die Umsetzung des nun beantragten Planfeststellungsbeschlusses wird die bauliche Entwicklung und die künftige Gleisführung im Bahnhof Freilassing für die nächsten Jahrzehnte zementieren. Gerade jetzt können im Zusammenhang mit der begehrten Barrierefreiheit die nötigen baulichen und technischen Anpassungen vorgenommen werden.

Leider findet dieser Aspekt in der Planung keinerlei Berücksichtigung, er taucht auch in der Alternativenprüfung nicht auf. Dies, obwohl es genügend Gründe dafür gibt und Herr Aicher seit zwei Jahren auf die Notwendigkeit dieser Verbindung hinweist.

2.1.1.

Zukünftig wird von Freilassing aus ein 15-Minuten-Takt nach Bad Reichenhall bestehen. Das jetzt laufende Planfeststellungsverfahren muss auf diesen Umstand Rücksicht nehmen.

Im Zusammenhang mit dem Neubau des Landratsamtes Berchtesgadener Land wird eine eigene Haltestelle in Bad Reichenhall errichtet, weshalb im Verkehrskonzept des Landkreises Berchtesgadener Land ein ¼ Stundentakt von Freilassing nach Bad Reichenhall vorgesehen ist. Einige für diese Taktung relevanten Auszüge aus dem Verkehrskonzept des Landkreises Berchtesgadener Land fügen wir als Anlage 3 bei.

Freilassing und Bad Reichenhall bilden das zentrale, gemeinsame Oberzentrum im Landkreis Berchtesgadener Land, welches einen entsprechenden Bedarf nach ÖPNV hat. Die Bahnlinie Freilassing – Berchtesgaden bildet hierbei das leistungsfähige Rückgrat für den ÖPNV im Landkreis, wobei gerade dem Bahnhof Freilassing eine zentrale Bedeutung zukommt.

2.1.2.

Freilassing ist jedoch nicht nur mit Bad Reichenhall eng verbunden sondern auch (sowohl räumlich als auch historisch) mit der österreichischen Nachbar- und Landeshauptstadt Salzburg. Bis 1923 hieß das heutige Freilassing sogar Salzburghofen. Angesichts dieser engen Verflechtungen soll zur Abwicklung des Nahverkehrs eine eigene S-Bahn-Verbindung von Salzburg über Freilassing nach Bad Reichenhall unabhängig vom übrigen sich stark entwickelnden Bahnverkehr aufgebaut werden und selbständig funktionieren.

Seit der Eröffnung des 3.Gleises im Dezember 2017 besteht bereits ein 15-Minuten-Takt zwischen Freilassing und Salzburg.


2.1.3.

Zu berücksichtigen ist auch, dass sich zukünftig die Taktfrequenzen nach Wien erhöhen werden. Die stellt umso größere Anforderungen an die Zuganbindung von Freilassing und Bad Reichenhall.

Allgemein werden sich die Taktfrequenzen im Schienenverkehr erhöhen. Bundesverkehrsminister Scheuer sieht ausdrücklich einen Stundentakt auf den wichtigen Strecken Mühldorf – Freilassing und Rosenheim – Freilassing vor.

2.1.4.

Ganz wesentliche Bedeutung für das 3. Gleis und damit für die Alternativenplanung, sowie durch Durchbindung nimmt die Ausbaustrecke 38 München-Mühldorf-Freilassing ein. Diese wurde in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans 2030 aufgenommen.

Damit besteht verbindlich eine Planrechtfertigung für die Einleitung eines entsprechenden Planfeststellungsverfahrens. Wir zitieren hier aus dem aktuellen Urteil des Thüringer Oberverwaltungsgericht vom 16. August 2018 – 1 O 169/11 – welches zu einer im vordringlichen Bedarf eingestuften Straßenbaumaßnahme ergangen ist.

Im weiteren erfolgen folgende Argumente

Diese Ausführungen entsprechenden der ständigen Rechtsprechung und können auch auf Schienenwegeprojekte im vordringlichen Bedarf übertragen werden.

2.2.

Gerade vor dem Hintergrund des nun konkret gewordenen Ausbaus der ABS 38 wurde im Bahnhof Freilassing das 3.Gleis nach Salzburg gebaut. Nur so konnte bezüglich des Ausbaus der ABS 38 ein neues, unabhängiges Gleis für den S-Bahn-Verkehr Salzburg-Freilassing-Berchtesgaden geschaffen werden.

2.2.1.

Das Gleis endet östlich des Bahnhofs Freilassing. Für Umsteiger der Verbindung Salz-burg/Berchtesgaden bedeutet dies neben den üblichen Umsteigewegen mit Treppen bzw. Aufzügen einen zusätzlichen Weg von mindestens 180 m.

Sollte man dann noch zu den Gleisen 2-8 gehen müssen, dann sind noch zwei Aufzüge und entsprechende Wege in der PU zurückzulegen. Diese Wege haben mit einer echten Barriere-freiheit nichts zu tun.

2.2.2.

Parallel zu dem vorliegenden Planfeststellungsverfahren erstellt die DB Netz AG eine Studie um die Entwicklungen und die Folgen für den südostbayerischen Raum zu eruieren. In dieser werden alle zukünftigen Bedarfe an die Gleise im Raum erfasst.

Bezeichnenderweise wurde die DB Netz AG in das vorliegende Verfahren nicht eingebunden, da bahnintern die DB Station und Service AG aufgrund des Bahnhofsbezuges zuständig ist.

Diese Zuständigkeitsaufteilung und fehlende Einbeziehung der DB Netz AG ist jedoch wider-sprüchlich. Der Bahnhof Freilassing ist gleichsam Knotenpunkt, sowie derzeit Flaschenhals für die Bahnverbindungen. Insofern ist es kaum nachvollziehbar, wenn der hier zuständige Vorhabensträger mit Verweis auf die bisherigen Planungen der DB Netz AG diese nicht in den Bahnhofsumbau einbindet, obwohl eine entsprechende Studie zum künftigen Gleisbedarf erstellt werden soll.

Gerade vor diesem Hintergrund ist es entscheidend, dass auch der DB Netz AG die Möglich-keit gegeben wird, den Ausbau des Bahnhofs mitzuplanen. Ansonsten besteht das offensicht-lich Risiko, dass sich der in der angekündigten Studie mit Sicherheit ergebende Gleis- und Verbindungsbedarf aufgrund des ausschließlich durch die DB Station und Service AG geplan-ten Bahnhofsausbaus nicht umsetzen lässt.

Dies kann weder im Interesse der DB Netz AG, noch der DB Station und Service AG und am allerwenigsten im Interesse der Fahrgäste und der angebundenen Städte liegen.

2.2.3.

Die vorgenannten Einwendungen und die vorgeschlagene Durchbindung passt auch zu der bayernweiten Bedeutung der Region. Der Landkreis Berchtesgaden ist Modellregion für die Vision „Bayern-Moblität 2030“, wobei gerade dem Bahnhof Freilassing eine herausragende Bedeutung zukommt.

Diese Fakten sind jedoch im Planfeststellungsverfahren nicht berücksichtigt. Anstatt dessen schafft man ein Nadelöhr, welches auf Jahre hinweg die Mobilität und Zuganbindung behindert.

2.2.4.

Passend zu den obigen Ausführungen erschien der aktuelle Artikel „Ab 2021 mit der „Bob“ nach Berchtesgaden“ in der Südostbayerischen Rundschau vom 19.12.2018 in dem es heißt:

Der neue Betreiber wird nach eigenen Angaben Verhandlungen mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zur Einrichtung von grenzübergreifenden, umsteigefreien Verbindungen aus dem Berchtesgadener Land über Freilassing hinaus nach Salzburg aufnehmen.“

Nadelöhr und Flaschenhals für diese umsteigefreien Verbindungen ist die in diesem Schriftsatz vehement geforderter Durchführung der Gleise im Bahnhof Freilassing.

Die Zukunftsfähigkeit und Aktualität des Konzeptes der Einwendungsführer wird ein weiteres Mal belegt.

2.3.

Eine Durchbindung der Gleise entspricht auch der von der Stadt Freilassing gewünschten Neugestaltung des Bahnhofs und des Bahnhofsbereiches. Der Erläuterungsbericht stellt die aktuelle Situation verkürzt wie folgt dar:

Im Rahmen einer Stadtentwicklung plant die Stadt Freilassing den Neubau des Empfangsgebäudes und die Umgestaltung des Bahnhofsareals. Das Projekt befindet sich in der Startphase. Ein Architektenwettbewerb zur Gestaltung soll hierzu stattfinden. Ein konkreter Realisierungstermin ist nicht bekannt.“

Es greift deutlich zu kurz, diese Planungsideen nur aufgrund des ausstehenden Realisierungstermins außen vor zu lassen. Im Rahmen der nachträglichen Errichtungsmöglichkeit wurden entsprechend der von der Stadt entwickelten Studien Baufugen für die Personenunterführung vorgesehen um eine nachträgliche Verlängerung der Unterführung in südlicher als auch nördlicher Richtung zu ermöglichen.

Allein diese Diskussion zeigt, dass man eigentlich mehr wollte. Der Vorschlag mit der Durchbindung der Gleise 76/77 mit 96/97 geht davon aus, dass man das Empfangsgebäude abreißt und in moderner und kompakterer Form neu errichtet. Der vorliegend eingereichte Vorschlag kann eine Grundlage für einen Architektenwettbewerb sein, der die weiteren Planungen nochmals vollumfassend anstößt.

Mit der nun beantragten Planfeststellung die Situation am Bahnhof für die nächsten Jahrzehnte geprägt. Nimmt man die Planänderungen jetzt nicht auf, werden sie auch die nächsten Jahrzehnte nicht zur Umsetzung kommen.

Zu den Vorgaben eines Architektenwettbewerbes für das Bahnhofsareal können und müssen jetzt die baulichen Voraussetzungen sowie die Gleisverbindungen zu schaffen.

3.

Die Durchbindung der Gleise 76/77 zu 96/97 ist aus Sicht der Einwendungsführer zwingend und alternativlos.

Eine zukunftsfähige Durchbindung setzt jedoch auch die Errichtung eines neuen Bahnsteiges voraus, der den aufgeführten Zugverkehr abwickeln kann. Dieser neue Bahnsteig muß wiederum gut und barrierefrei erreichbar sein.

Erforderlich sind daher folgende Maßnahmen:

3.1.

Die Personenunterführung am Bahnhof, welche in den bisherigen Planungen nur von Süden her zugänglich ist, muss nach Norden verlängert werden und zwar bis zur Fl.Nr. 975/36. Dort ist ein barrierefreier Zugang sicherzustellen.

Wie bereits ausgeführt wird die Bedeutung des Bahnhofs Freilassing steigen. Dessen zukunftsfähige Anbindung setzt eine Zugangsmöglichkeit aus südlicher und nördlicher Richtung voraus. Hiermit erleichtert man einem Großteil der Bevölkerung bzw. einem Großteil der Nutzer das Erreichen des Bahnhofes. Gleichzeitig entlastet man die bereits derzeit stark befahrene Bahnhofstraße von Pendler-, sowie Hol-und Bringverkehr.

Die Anbindung nach Norden kann idealerweise mit einer Entspannung der Parkplatzsituation verknüpft werden und zwar durch die Errichtung eines Parkhauses.

Eine detaillierte Planung nebst Schnitten wurde durch das Büro Haumann und Fuchs im Auftrag der Einwendungsführer erstellt, diese fügen wir als Anlage 4 bei.

3.2.

Zur gleichzeitigen weiteren Verbesserung der barrierefreien Erreichbarkeit drängen sich auch Änderungen bei den Zugangsmöglichkeiten aus südlicher Richtung auf.

Hinzuweisen ist darauf, dass seitens des Vorhabenträgers gerade die Barrierefreiheit als maßgeblicher Punkt der Planrechtfertigung aufgeführt wird. Daher erstaunt es umso mehr, dass in der ausgelegten Planung immer noch viel Optimierungspotential bzgl. eines barrierefreien Ausbaus besteht.

3.2.1.

Konkret wird seitens der Einwendungsführer vorgeschlagen, die vorhandene Personenunterführung nach Süden zu verlängern und hierbei von Westen her eine weitere Zugangsrampe zu schaffen. Hiermit erleichtert man gerade Schülern und Parkhausnutzern den Zugang zu den Gleisen. Die Rampe kann auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden. Ein erheblicher Vorteil ist es, dass die Bahnhofstraße sicher unterirdisch unterquert werden kann, es ergeben sich keine Unfallrisiken oder Wartezeiten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr.

Notwendig ist bei dieser Variante eine Inanspruchnahme der Fl.Nr. 988, die im Eigentum des Einwendungsführers zu 4 steht. Dieser erklärt sich mit einer Inanspruchnahme zu diesem Zweck ausdrücklich einverstanden.

Eine detaillierte Planung nebst Schnitten wurde durch das Büro Haumann und Fuchs im Auftrag der Einwendungsführer erstellt, diese fügen wir als Anlage 4 bei.

3.2.2.

Abgerundet wird die verbesserte Anbindung nach Süden durch eine Verlängerung der im östlichen Bereich des Bahnhofes bereits vorhandenen Eisenbahnunterführung bis zur Fl.Nr. 978. Von Osten her kann eine weitere Zugangsrampe zur Unterführung geschaffen werden. Hiermit erleichtert man gerade Schülern und Parkhausnutzern den Zugang zu den Gleisen. Die Rampe kann auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden. Ein erheblicher Vorteil ist es, dass die Bahnhofstraße sicher unterirdisch unterquert werden kann, es ergeben sich keine Unfallrisiken oder Wartezeiten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr.

Notwendig ist bei dieser Variante eine Inanspruchnahme der Fl.Nr. 978, die im Eigentum des Einwendungsführers zu 4 steht. Dieser erklärt sich mit einer Inanspruchnahme zu diesem Zweck ausdrücklich einverstanden.

Eine detaillierte Planung nebst Schnitten wurde durch das Büro Haumann und Fuchs im Auftrag der Einwendungsführer erstellt, diese fügen wir als Anlage 4 bei.

Kommentare

  • bearbeitet 17. Februar

    Barrierefreier Bahnhof von Senioren ungeduldig erwartet -

    der erforderliche Planfeststellungsbeschluss wird in den nächsten Monaten erwartet - dann können Baumaßnahmen ausgeschrieben werden...

    (am besten gleich für den Durchbruch zur anderen Seite)

    Reichenhaller Tagblatt, 17.2.2020

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