gutes Beispiel: Carsharing Eugendorf

Ein Modell, das sich als Vorlage für Interessenten eignet, ist jenes in Eugendorf. Fünf Jahre nach dem Start sind hier mittlerweile vier Fahrzeuge in Betrieb - davon zwei Benziner und zwei reine Elektroautos. Die Köpfe hinter dem Projekt sind Angela Lindner und Claudia Ulamec. Lindner, ihres Zeichens ehemalige Landtagsabgeordnete der Grünen und seit über 20 Jahren im Eugendorfer Gemeinderat vertreten, hat die Sache sprichwörtlich selbst ins Rollen gebracht. "Ich habe damals erfahren, dass Carsharing in anderen Städten bereits funktioniert, also wollte ich diese Idee auch nach Eugendorf bringen. Da die Unterstützung seitens der Gemeinde anfänglich nicht gegeben war, haben meine Bekannte und ich die Sache einfach auf privates Risiko durchgezogen", berichtet Lindner, die selbst eines der beiden Privatautos in den neu gegründeten Carsharing-Verein einbrachte. 

Preis eines Carsharing-Fahrzeuges

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Eugendorfer Carsharings besteht in seiner Einfachheit und den minimalen Eintrittshürden: Während anderswo Einschreibegebühren oder fixe monatliche Mitgliedszahlungen verlangt werden, entfallen diese in Eugendorf. Lediglich für die Schlüsselkarte werden einmalig 20 Euro Kaution fällig, danach kostet die Benutzung der Autos am Tag einen Euro pro Stunde sowie 20 Cent pro Stunde während der Nacht. Dazu kommen noch 40 Cent pro gefahrenem Kilometer. Im Falle eines Schadens beträgt der Selbstbehalt nur 350 Euro.

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