Wie der öffentliche Nahverkehr individueller werden kann

Zunächst wird Roßner Gespräche mit Vertretern des VMSRVE und Landratsamt führen und alle Ortschaftsräte noch im März zu Workshops bitten.

In einem zweiten Schritt wird er die Bürger ins Boot holen und eine Umfrage starten. Dabei soll es um zwei Kernbereiche gehen: das Mobilitätsverhalten und Ideen für eine Verbesserung der Situation in Stollberg. "Wir möchten ergründen, wie oft und wozu die Leute das Auto nehmen", erläutert Roßner. Zudem soll abgefragt werden, wie viel Bürger bereit wären, für öffentliche Mobilitätsangebote zu zahlen.


Roßner denkt in Mobilitätsketten. Das heißt, es geht nicht darum, private Autos grundsätzlich zu verdammen, sondern ein Angebot zu schaffen, das Bürger ermuntert, das eigene Vehikel möglichst häufig stehen zu lassen. "Die Citybahn bindet Stollberg gut an Chemnitz an", weiß Roßner. "Doch wie geht es vom Stollberger Bahnhof aus weiter in die Ortsteile?" Hier könnten Ruf- oder Bürgerbusse sowie E-Bikes die vorhandenen Lücken schließen. "Wichtig ist die Loslösung von der Taktgebundenheit des Öffentlichen Personennahverkehrs", sagt Roßner. Hier könne die fortschreitende Digitalisierung helfen, wenn Ruf- oder Bürgerbusse beispielsweise über eine App organisiert würden.

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Kommentare

  • bearbeitet 7. Mrz

    Nun kommen Leute daher und meinen, mit (Massen-) Verkehrsmitteln, die vor über 125 Jahren erdacht und erfunden wurden, die geforderte individuelle Mobilität des 21. Jahrhunderts lösen zu können. Diese Zielstellung wird niemals erfüllt werden können. Die Lösungsansätze sind aus anderen Branchen bereits vorgegeben. Heute werden bestimmte Produkte erst dann hergestellt, wenn eine konkrete Bestellung vorliegt. Im Verlagswesen ist PoD (print on demand) gängige Praxis, wie in anderen produktiven Bereichen auch! - Übertragen auf das Verkehrswesen bedeutet dies, ein Transportmittel (Fahrzeug) wird dann bereitgestellt, sobald ein Bedarf gegeben ist.

    FreierBürger

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