Alpine Perlen - zahnloser Tiger?

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Ein Verband der nur in Erscheinung tritt, wenn es ein Jubiläum zu feiern gibt? Mache sich jeder ein Bild!

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Kommentar von Mitglied Peter Renoth: Die Berichte in der Tageszeitung zu „Alpine Pearls“ und dem barrierefreiem Bahnausbau zeigen in Verbindung mit einzelnen Leserbriefen den derzeitigen Stand der Entwicklung des ÖPNV. Den Stand der „Unterentwicklung“ hier im Landkreis. Während vor der Kommunalwahl anscheinend noch erkannnt wurde, wie wichtig die Weiterentwicklung des Öffentlichen Verkehrs für diesen sensiblen Alpenraum ist, war dieser Punkt offensichtlich nach der Wahl relativ schnell vom Tisch der dringlichen Aufgaben abgeräumt. Dieser Öffentliche Verkehr wird hier zu wenig genutzt, es ist auch kein Wunder, er ist nur unter schwersten Entbehrungen nutzbar! Alleine die Umsteigezeiten von den Zubringerbussen sind unzumutbar. Die Tagesrandzeiten sind gar nicht berücksichtigt. Und der Bahnausbau ist so gut wie nicht vorhanden. Wenn da etwas ausgebaut wird, dann so, dass auch den letzten Enthusiasten die Nutzung vergrämt wird. Heut Schienenersatzverkehr da, nach drei Monaten wiederum Schienenersatzverkehr dort, und so geht es über die Jahre verteilt munter fort. In Bayerisch Gmain muss ja nichts ausgebaut werden, „da steigt ja eh keiner aus und ein“, auch keine Staatsministerin, die hat ja Chaffeur wie so viele Entscheidungsträger in der Politik und auch bei der Bahn. Natürlich steigt in Bayerisch Gmain kaum einer aus oder ein, geht bei 50cm Einstiegshöhe für viele Fahrgäste auch überhaupt nicht. Außerdem werden die Zustiege gar nicht erfasst, weil die Zugbegleiter wegen der Steilstrecke von Hallturm bis (mindestens) Kirchberg beim Triebwagenführer sitzen müssen. Der südliche Landkreis ist vom Individualverkehr überflutet, nicht so schlimm wie in Garmisch oder Miesbach, aber das kann noch werden. Denn eine Schnittstelle zum Umsteig auf die Schiene fehlt. Diese Schnittstelle fehlt von Bad Reichenhall bis hinein nach Berchtesgaden. Die Tagestouristen wollen aber zu den Hotspots Königssee, Hintersee, Obersalzberg. Sie haben aber gar keine Chance zum Umsteig auf den ÖV! Ob sie es wollen, solange genügend Parkplätze vor Ort sind (oder auch nicht mehr) und der Stau auf den überfüllten Straßen nicht ewig lange dauert, ist dann eine weitere Preisfrage, in jeder Hinsicht. Übrigens ist diese Schnittstelle in einer vom Landkreis in Auftrag gegebenen Verkehrsuntersuchung schon 1993 beschrieben. Von den Vorschlägen/Handlungsanweisungen in diesem Gutachten wurden auch schon zwei Absätze abgearbeitet, die eine Kooperation bezüglich Linienbus von und nach Salzburg über Großgmain erweitert bis nach bad Reichenhall beinhalten. Wenn uns unsere Heimat etwas wert ist, und wir uns Bewohnern und auch den Urlaubern einen lebenswerten Raum schaffen und erhalten wollen, müssen wir unverzüglich mit der Arbeit beginnen!

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