Nach über 40 Jahren: Strecke München-Lindau ist elektrifiziert

endlich: 155 Kilometer lang, etwa 500 Millionen Euro teuer: Zum Fahrplanwechsel nimmt die Bahn die elektrifizierte Strecke München-Lindau in Betrieb. Schweizer Schnellzüge verkürzen dann auch die Fahrzeit nach Zürich.

Trotz Elektrifizierung: Allgäu als Verlierer? Auf gute Anschlüsse müssen wegen der Elektrifizierung zwischen München und Lindau ab Dezember 2021 auch Bahnfahrer aus dem südlichen Allgäu hoffen: Die Zahl direkter Verbindungen von dort in die Landeshauptstadt sinkt laut Bayerischer Eisenbahngesellschaft an manchen Bahnhöfen um mehr als die Hälfte. Die Fahrgäste müssen unterwegs in eine elektrisch betriebene Bahn umsteigen - weil unter der neuen Oberleitung möglichst wenige Dieselzüge fahren sollen.

Obwohl die Fahrt deswegen nur wenige Minuten länger dauert und insgesamt mehr Züge ins südliche Allgäu fahren sollen, sieht der Vorsitzende des Regionalen Planungsverbands Allgäu, Stefan Bosse (CSU), diese Entwicklung kritisch: "Meine Sorge ist, dass die Bahn mit zusätzlichen Umstiegen für Pendler wieder unattraktiver wird."

Nur noch 27 Mal von Kaufbeuren nach München Bosse ist Oberbürgermeister der Stadt Kaufbeuren, von wo die Bahn ab Dezember 2021 statt 45 nur noch 27 Mal direkt nach München fährt.

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