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Mit der Eisenbahn wächst Eurasien zusammen

03.11.2018

Trotz aller politischen Differenzen begannen Japan und Russland im August einen neuen Handelsweg für Waren mit der Transsibirischen Eisenbahn auszutesten, um den Frachttransport mit Flugzeugen oder Schiffen, die durch den Suez-Kanal fahren müssen, weitgehend durch den Zug zu ersetzen, was die Kosten und Zeit erheblich senken könnte. Ein Container mit Reis wurde vom japanischen Kobe mit dem Schiff zum russischen Hafen Vostochny gebracht, dem östlichsten Bahnhof der Transsibirischen Eisenbahnroute. Von dort ging es im Zug auf dem Land weg über 9000 km nach Moskau in 14 Tagen. Angeblich wurde auch bereits eine Transportzeit von sieben Tagen in einem anderen Test erreicht. Ein Transport mit dem Schiff von Japan über den Suezkanal bis Moskau würde hingegen 53-62 Tage dauern. Damit würden auch der Handel und die politischen Beziehungen mit Japan verstärkt und der Handel zwischen Japan und Europa über die Landverbindung kann davon profitieren.

Ende Oktober wurde bekannt, dass Japan und Russland auch Südkorea und China in den Transportkorridor mit der Transsibirischen Eisenbahn einbeziehen wollen. Vorgesehen sind Schiffsverbindungen zwischen der chinesischen Provinz Jilin mit dem russischen Wladiwostok, der südkoreanischen Hafenstadt Donghae und der japanischen Stadt Sakaiminato. Aus Südkorea wird berichtet, dass auch eine Route von Busan über Wladiwostok bis nach St. Petersburg angedacht wird. Die Kosten hier wären zwar höher als auf dem Seeweg durch den Suez-Kanal, aber die Transportzeit würde um die Hälfte verkürzt. Ein Großteil der Waren, die in die EU und Russland exportiert würden, seien wertschöpfende Waren wie Elektronik oder Autoteile, bei denen es auf die Zeit ankäme.


Neben den schon stark ausgelasteten Bahnfernverbindungen über die Transsibirische Eisenbahn, auf welcher der Trans-Eurasia-Express etabliert werden soll, hat sich - von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt - eine feste Bahnverbindung zwischen Chongqing, einer Stadt in Zentralchina mit Duisburg etabliert, dem weltgrößten Binnenhafen. Seit dem Sommer 2011 fährt der bis zu 650 Meter lange Zug der YuXinOu Logistics Company Ltd. (einem Joint Venture zahlreicher Bahngesellschaften) mit bis zu 50 Normcontainern die etwa 11.200 Kilometer lange Strecke von China über Kasachstan, Russland, Weißrussland und Polen nach Deutschland und benötigt dafür 16 Tage. Auf der Strecke muss jeder Zug aufgrund der abweichenden russischen Spurbreite zweimal umgespurt werden. Derzeit fährt der Yuxinou dreimal die Woche und transportiert unter anderem elektronische Produkte für Hewlett Packard, Foxconn oder Acer. Für die Zukunft ist eine tägliche Verbindung geplant.

Indien, Iran und Russland wollen ebenfalls über einen schon länger diskutierten Transportkorridor für Güter mit Schiffen und Zügen verhandeln, der den Suez-Kanal vermeidet. Der über 7000 km lange Nordsüd-Transportkorridor soll den Indischen Ozean mit dem Persischen Golf via Iran mit Russland und Europa verbinden.

Im Ergebnis wird mit der Realisierung dieser Pläne Russland zum Transitland zwischen Asien und Europa. Die Eurasische Wirtschaftsunion (EEU), mit der Armenien, Kasachstan, Kirgisistan, Weißrussland und Russland 2015 einen Binnenmarkt mit Zollunion schufen, das  begünstigt die Pläne. Die Wirtschaftsunion ging mit Wirkung zum 1. Januar 2015 aus der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft hervor. 

 

Quellen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/norwegen-und-finnland-planen-erste-arktik-bahn-a-1197423.html

https://www.heise.de/tp/features/Trump-beguenstigt-durch-seine-Politik-ein-Zusammenwachsen-des-eurasischen-Raums-4209225.html

 

 

 

 

 
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    Nur mit einer technisch und finanziell machbaren Lokalbahn-Trasse bis Hallein werde es einen Baustart bis zum Mirabellplatz geben, sagt Landesrat Stefan Schnöll.

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