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Sommer-2018 Verkehrs-Probleme in Bad Reichenhall: Bushäuschen

Eine Bürgerin hatte beim Vereinsvorstand angefragt, wie es denn käme, dass allerorts Bushäuschen aus dem Boden sprießen, aber nicht an der (neben dem Bahnhof) von Bussen und wohl auch von Fahrgästen am meisten frequentierten beidseitigen Haltestelle Innsbruckerstraße / Liebigstraße. Hier halten die RVO-Verkehre nach Berchtesgaden, Inzell (Ruhpolding, Reit i.W., Traunstein), die Stadtlinien, die österreichische 180-Linie Salzburg-Zell a.S. (über den Flughafen!), sowie Werksverkehre und Sonderfahrten. Die Dame berichtete, sie stünden jeden Morgen schon vor fünf Uhr mit anderen Frauen an dieser Haltestelle und erwarteten einen Werksbus nach Saaldorf-Surheim. Anzumerken ist, dass diese Haltestelle völlig ungeschützt in der bevorzugten Richtung von Winden und besonders auch Herbstürmen liegt.
Dr. Karl Bösenecker und Martin Schön aus dem Vorstand des Vereins führten darauf ein Gespräch mit Helmut Grünäugl. Betriebsleiter Verkehrsbetrieb der Stadtwerke. Danach wurden die jüngst aufgebauten Bushäuschen entlang der meistfrequentierten Ein- bzw. Ausstiege der städtischen Buslinie errichtet – zum Beispiel eben auch am Kaiserplatz. 
Johannes Wick vom Landratsamt gab darauf folgende Auskunft: „Grundsätzlich sind für die Finanzierung von Buswartehäuschen immer die Gemeinden zuständig, egal wer der betreffende Straßenbaulastträger ist. Denn Buswartehäuschen gehören zur gehsteigbezogenen Verkehrsinfrastruktur und sind damit nicht mehr Bestandteil der Straßenfahrbahn. Im Frühjahr 2018 teilte uns die Regierung von Obb. mit, dass Haltestelleneinrichtungen, barrierefreier Umbau von Haltestellen und Umsteigeanlagen auch weiterhin gem. Art. 2 BayGVFG grundsätzlich gefördert werden. Die aktuellen höchstmöglichen Pauschalen (=maximal zuwendungsfähigen Kosten) sind derzeit für Wartehäuschen 10.000 € und für barrierefreien Umbau der Bushaltestelle 25.000 €. Der gültige Fördersatz beträgt 50 % der förderfähigen Kosten gemäß BayGVFG.  Die kreisangehörigen Gemeinden wurden vom Landkreis im März 2018 über die aktuellen Fördermöglichkeiten informiert.“
In einem weiteren Gespräch mit Dr. Lackner Informierten Dr. Bösenecker und Schön den Oberbürgermeister und baten um Aufmerksamkeit für dieses Thema, worin ja möglicherweise zum Ausdruck käme, dass die Stadtpolitik die Interessen der ÖPNV-Teilnehmer über das Stadtgebiet hinaus nur wenig repräsentiere. So verlaufe auch die Entwicklung der schon seit langem geplanten Bahn-Haltestellen Nord (Höhe Landratsamt) und Zentrum (Museumsparkplatz) nur äußerst schleppend. 
Mit gegenseitigen Verweisen auf andere Zuständigkeiten sei jedenfalls den ÖPNV-Kunden nicht gedient, es fehle offensichtlich am politischen Wille. Das meist vorgebrachte Argument, die Kundenzahlen seien zu niedrig, würde auf dem Hintergrund insgesamt steigender Nutzerzahlen überall da widerlegt, wo tatsächlich das Angebot verbessert wurde. Das beträfe zum einen die Verbindungstakte als auch die Haltestellen und weiterführenden Verbindungen. Zum Beispiel könnte die Einführung des Stundentaktes von Freilassing Richtung Mühldorf dazu beitragen, dass manche Teilzeitbeschäftigte nun auf ein eigenes Auto verzichten könnten. 
Oberbürgermeister Dr. Lackner stellte mit 2020 einen Termin in Aussicht, bis zu dem die problematische Bahnüberquerung „Wappach-Brücke“ gelöst sei, die das  Schlüsselproblem für die Fahrplangestaltung mit den neuen Haltestellen darstellt. 
 

 

Wo ein Wille ist, da ist ein Weg.
Wo kein Wille ist, da ist auch kein Weg:

Die Stadtverwaltung sieht keine Möglichkeit, an der meistfrequentierten Bushaltestelle einen Wetterschutz zu errichten:


Derweil wird das Problem Bushäuschen woanders kreativ angegangen:
Architekten aus 7 verschiedenen Ländern gestalten 7 verschiedene Bushaltestellen in Krumbach: Kleine Nutzbauten im öffentlichen Raum. Doch das ist nur eine Seite eines mutigen Projekts. Auf der anderen Seite steht ein ungewöhnlicher Dialog mit Vorarlberger Tradition, Baukultur und Handwerk.

 

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