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30 Jahre FD / IC Königssee

Bild IC Königssee

Die Deutsche Bundesbahn führte zum Sommerfahrplan 1983 eine neue Zuggattung ein, den FERN-EXPRESS (FD). Zielgruppe waren Urlaubsreisende, denen ein hochwertiger Schnellzug mit Kurswagen in die einzelnen Ferienregionen als Alternative zur Reise mit dem Auto angeboten werden sollte.

Am Sonntag, den 29. Mai 1983 fuhr der erste "FD Königssee" von Berchtesgaden-Hbf nach Hamburg-Altona mit einer Abfahrtszeit, die noch ein Frühstück am Urlaubsort zuließ, aber dennoch in den späten Abendstunden das Erreichen der (norddeutschen) Heimatzielorte ermöglichte. Umgekehrt wurde an der "Waterkant" früh abgefahren, um nicht allzu spät das Ferienquartier zu erreichen.

PDF-Dokument Gedanken zu 30 Jahren IC Königssee

 

Busbahnhof Freilassing kann bleiben

Verkehrsforum präsentiert Planvorschlag für Bahnhofsvorplatz

Bereits im Vorfeld konkreter Planungen erregte der Gedanke, den Busterminal am Freilassinger Bahnhof von den Gleisen weg auf das Gelände der ehemaligen Waschstraße zu verlegen, die Gemüter. In mehreren Sitzungen beschäftigten sich die Aktiven des Verkehrsforums Berchtesgadener Land mit einer fahrgastkonformen Neugestaltung des Bahnhofsumfelds und präsentierten in der vergangenen Woche beim Monatstreff einen Vorschlag, der sowohl die Belange der Fahrgäste als auch die Interessen etwaiger Investoren auf dem Grundstück der früheren Tankstelle unter einen Hut bringen könnte.

Freudig begrüßt wurden die Initiativen der Stadtentwicklung, das Bahnhofsareal neu und optisch schöner zu gestalten. Mit Skepsis betrachtet wurden aber die Aussagen des Bayern-Chefs von DB Station&Service AG, Günter Pichler, und Stadtplaner Manfred Brennecke, die Passagierströme werden sich nach Fertigstellung der S-Bahn-Gleise dorthin verlagern und der neue Mittelpunkt müsse weiter östlich angelegt werden. Selbst wenn sich die Fahrgastzahlen in Richtung Salzburg durch die ab Dezember 2015 im Viertelstundentakt verkehrenden S-Bahn-Züge verdreifachen würden, wovon derzeit auch die optimistischsten Prognosen nicht ausgehen, würden zwei Drittel bis drei Viertel der Fahrgäste immer noch nach Westen, in Richtung München, Landshut und Berchtesgaden fahren wollen.

Eine "Verschiebung" des Bahnhofsgebäudes mit Wartehalle und KundenCenter nach Osten macht daher keinen Sinn, da die Fahrgäste für den Bezirks- und Fernverkehr die typischen Serviceeinrichtungen in einem Bahnhof in Anspruch nehmen wie Fahrkartenausgabe, Info-Points, Wartesaal und Catering Service und nicht die S-Bahn-Nutzer. Bei Einführung eines Viertelstundentaktes beträgt die maximale Wartezeit nach Abfahrt eines Zuges bis zur Ankunft des nächsten maximal 7 Minuten. Daher kann der Reisende wieder in einen Wagen steigen, seinen bequemen Sitzplatz einnehmen und von Wind und Wetter geschützt auf die Abfahrt warten. In dieser kurzen Zeitspanne nimmt kein Mensch den Weg zu einem Wartesaal auf sich, sondern bleibt am Bahnsteig, wo er dank der geplanten Wartehäuschen auch "trocken" bleiben kann. S-Bahn-Fahrgäste kommen regelmäßig kurz vor Abfahrt zu ihrem Zug, während Fernreisende mit ihren Koffern schon einen Zeitpuffer einplanen für Parkplatzsuche, Versorgung mit Reiseproviant oder für das Abschiedsszenario von Freunden und Angehörigen. Sie wollen ihre in der Regel stündlich verkehrenden Züge mit reservierten Plätzen ja unter keinen Umständen versäumen und nehmen dann - frühzeitig am Bahnhof eingetroffen - den Wartesaal in Anspruch.

Für Pendler und Schüler, die vom Bus in den Zug umsteigen, sind kurze Wege ebenso wichtig, wie gefahrlose, vom Autoverkehr nicht berührte Passagen. Daher ist eine Rückverlegung der Busleisten vom Gleisbereich weg suboptimal. Selbst verkehrsberuhigte Zonen schaffen Interessenkonflikte, die von Anfang an vermeidbar sind.

Der Plan des Verkehrsforums sieht daher einen neu gestalteten Busbahnhof vor, der auch die bisher als Knackpunkt angesehene Engstelle zwischen Bahnsteig 1 und den neuen S-Bahn-Gleisen beseitigt. Im ausführlich diskutierten Entwurf sind vorläufig - wie bisher - 4 Busleisten vorgesehen mit einer Mittelinsel, die entweder für Taxistandplätze oder bei Bedarf auch für weitere 2 Busleisten Platz bietet. Wichtig erschien es den Forumsmitgliedern, vorab eine Bedarfsermittlung durchzuführen, um langfristig den Umfang der künftigen Verkehre in die Planung einbeziehen zu können. Ein Bauvorhaben wie die Neugestaltung des Bahnhofsviertels muss die Belange für mehrere Jahrzehnte einbeziehen, um in der Zukunft benötigte Verkehrsflächen nicht unwiederbringlich durch andere Vorhaben zu verbrauchen. Eine genaue Potenzialanalyse ist daher unabdingbar.

Der Hauptzugang zu den Gleisen kann auch nicht in Richtung Fußgängerunterführung zur Lindenstraße verlegt werden, da die gesamte Schieneninfrastruktur so angelegt ist, dass die Bahnsteige dort beginnen und nicht weiter nach Osten verschoben werden können. Ein Fernreisezug und auch die künftig verkehrenden Triebwagen der Regionalexpresszüge weisen eine Gesamtlänge von 200 bis 300 m auf. Kommt man von der östlichen Unterführung auf der Treppe zum Zug, landet man immer am letzten bzw. ersten Wagen und muss dann den größten Teil der Wegstrecke am Zug entlanggehen, bis man zu seinen Waggon bzw. zu seiner Wagenklasse gelangt. Daher werden die Fahrgastströme schwerpunktmäßig auch in Zukunft über die jetzige, am Bahnhhofsgebäude vom Gleis 1 zum Gleis 8 verlaufende Unterführung, gelenkt werden müssen.

Das Verkehrsforum kann den glücklichen Umstand nutzen, dass in seinen Reihen nicht nur Fachleute aus dem Schienenverkehrsbereich mitarbeiten, sondern auch Planungsexperten. Den jetzt vorgelegten Plan hat ein vor 2 Jahren nach Freilassing zurückgekehrter Planungsexperte gefertigt, der jahrzehntelang im Öffentlichen Dienst beschäftigt und beruflich mit der Umsetzung ähnlicher Projekte betraut war. So kann das Verkehrsforum beim Bürgerarbeitskreis einen maßstabsgerechten Plan auf fundierter fachlicher Grundlage vorlegen und zur Diskussion stellen.

Die Rückverlegung des Busterminals auf das ehemalige Tankstellengelände kann also künftig nicht mehr als unumstößlicher Glaubenssatz die weiteren Entwicklungsschritte vorgeben.

 

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