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Mai 2013 - Planungsvorschlag für Bahnhofsareal Freilassing

Ein Mitglied des Verkehrsforums arbeitet einen Vorschlag zur Planung des Bahnhofsareals in Freilassing aus. Der Plan wird verabschiedet und in einer Presseaussendung "Busterminal Freilassing kann bleiben" der Öffentlichkeit erläutert.

Anfang August 2012 hat das Verkehrsforum Berchtesgadener Land die Bevölkerung aufgerufen, ihre Vorstellungen für wünschenswerte Einrichtungen in einem neuen Bahnhofsgebäude in Freilassing bekannt zu geben, wo doch im Rahmen des Projekts Stadtentwicklung ein Ersatzbau für das bisherige Objekt ins Auge gefasst wurde. Das Echo war enorm.

Umsteigen in Freilassing heute
TreppenabgangStadttunnel

 

Die Anrufer und Briefeschreiber interessierten sich aber vordergründig nicht so sehr für Einrichtungen in einem neuen Haus, sondern für eine raschen Umbau der Zugänge von den Straßen und Parkplätzen zu den Gleisen. Nicht nur Barrierefreiheit für Mitmenschen mit körperlichen Einschränkungen allein seien das Gebot der Stunde. Aufzüge, Rolltreppen, ansehnliche Wartebereiche, hygienische Toilettenanlagen und bessere Informationen für die Reisenden wurden dringend gefordert. Grund genug für die Aktiven des Verkehrsforums, ein Konzept für die rasche Umsetzung zu erarbeiten, welches im Rahmen des Septembertreffens 2012 im Hotel Avalon in Bad Reichenhall erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Neu und für eine zukunftsorientierte Betriebsabwicklung des Zugverkehrs unabdingbar ist die Trennung der Gleisnutzung in drei Bereiche:

Bahnhof Freilassing barrierefrei !
Bild Gleisplan Bahnhof Freilassing

 

S-Bahn-Bereich (Bahnsteighöhe 55 cm)

bestehend aus dem bisherigen Gleis 1, den geplanten neuen S-Bahn-Gleisen im Bereich des ehemaligen Postamts und einem Vollausbau des bisherigen "Güterhallen-Stutzens", dem Gleis 76, das nach dem jetzt laufenden Planfeststellungsverfahren zwar elektrifiziert, aber nur als Abstellgleis genutzt werden soll. Gleis 1 und Gleis 76 brauchen nur noch mit einer Bahnsteigkante von 55 cm Höhe ausgestattet werden, Gleis 76 zusätzlich mit einer Signalisierung zum Ausfahren auf die Streckengleise. Dann könnte der gesamte S-Bahn- Verkehr zwischen Berchtesgaden und Salzburg auf diesen Schienensträngen im "Inselbetrieb" - mit ebenerdiger Umsteigemöglichkeit für die Fahrgäste - abgewickelt werden.

Dies bedeutet, dass nach Fertigstellung des 3. Gleises zwischen Freilassing und Salzburg dann alle Züge der S-Bahn Linien 2 bis 4 ohne Berührung der übrigen Zugfahrten im Bezirks-, Fern- und Gcterverkehr abgewickelt werden können. Die in Freilassing endenden Fahrten der S 4 aus Berchtesgaden könnten nach Gleis 76 einfahren und von dort aus ohne "Zwischenparken" wieder zurcck nach Berchtesgaden verkehren. Die Umsteiger vom südlichen Landkreis zu den S-Bahn-Linien nach Salzburg könnten dann in einem kurzen ebenerdigen Fußweg von weniger als 2 Minuten die neuen S-Bahn-Gleise erreichen oder über Aufzug bzw. Rolltreppe vom Bahnsteig 1 aus die Fern- und Bezirksgleise barrierefrei oder auch über Treppen erreichen. Die Durchbindung der S-Bahn-Linie 3 nach Bad Reichenhall und eine evtl. Weiterleitung der S 2 in Richtung Chiemgau könnte über Gleis 1 erfolgen, ohne dass signaltechnische Änderungen notwendig wären.

Fernverkehrsbereich (Bahnsteighöhe 76 cm)

bestehend aus dem bisherigen Gleis 2 und dem bisherigen Gleis 4. Dieser Bereich ist ausschließlich für die Abwicklung des Fernverkehrs vorgesehen. Gleis 3 wird für den fahrplanmäßigen Zugverkehr nicht mehr benötigt, da ab Dezember 2013 alle "Meridian"-Züge des neuen Betreibers Veolia zwischen München und Salzburg durchgebunden sein werden. Auch die für Berufspendler bisher ab Freilassing eingesetzten Frühzüge fahren künftig ab Salzburg Hbf, so dass diese durchgehend über die Fernverkehrsgleise 2 und 4 geleitet werden können und auch müssen, da die neuen FLIRT-Triebwagen des Meridian für eine Einstiegshöhe von 76 cm gebaut werden und mit den S-Bahnsteigen nicht barrierefrei kompatibel sind. Das Maß von 76 cm ist auch die Regelhöhe für alle Fernzüge; die Bahnsteige der übrigen Bahnhöfe auf der Münchener Strecke sind neu auf dieses Maß ausgelegt.

Erhöht man in Freilassing die Bahnsteige für Gleis 2 und 4 auf 76 cm und nimmt man Gleis 3 heraus, so kann der gewonnene Bereich für eine Erweiterung des Bahnsteigs zwischen Gleis 2 und 4 genutzt werden. So entsteht ein breiter Bahnsteig, der Platz genug bietet für Aufzüge, Rolltreppen und Wetterschutzhäuschen. Alle Intercity- und künftigen Regionalexpress-Züge werden dann auf dieser Ebene abgewickelt.

Nahverkehrsbereich (Bahnsteighöhe 55 cm)

bestehend aus dem bisherigen Gleis 5 und dem bisherigen Gleis 7. Dieser Bereich ist dem Nahverkehr vorbehalten. Gleis 6 wird nicht mehr benötigt. Gleis 6 war das "Lokgleis", das auf direktem Wege den Bahnhof mit dem Betriebswerk Freilassing verbunden hat. Letzteres wurde 1993 endgültig geschlossen und Gleis 6 seither nur als Abstellgleis genutzt. Abstellmöglichkeiten gibt es in Freilassing genug, da der gesamte Bereich des Güterbahnhofs mit elektrifizierten Gleisen zur Verfügung steht.

Nimmt man Gleis 6 heraus, verbindet die Bahnsteige zwischen Gleis 5 und 7 und setzt die Kanten auf eine Höhe von 55 cm, bekommt man einen attraktiven "Nahverkehrsbereich" für die Züge von und nach Mühldorf sowie - ebenfalls mit Aufzug und Rolltreppe versehen - auch einen barrierefreien Zugang für die Sonderverkehre (Intercity Hamburg-Berchtesgaden oder die private WestBahn nach Wien). In diesem Bereich kann auch die seit 70 Jahren angedachte Ausbaustrecke für den internationalen Fernverkehr eingefädelt werden. Gleis 8 dient dann auch für diese Zwecke und als Reservegleis.

Umsetzung des Konzepts

Diesen Vorschlag präsentierte und erläuterte das Verkehrsforum am 12. März bei einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in Freilassing, zu dem die zuständigen Stellen der DB, die betroffenen Verkehrsunternehmen (BLB, SOB, Meridian) sowie Vertreter der Politik und der Kommunen eingeladen waren.

So könnte es werden !

Aufzüge schaffen einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen

Bild Aufzug am BahnsteigBild Aufzug in Unterführung

 

Ein Reisecenter integriert Fahrkartenverkauf, Buchhandlung, Kiosk und evtl. eine Gaststätte (Beispiel Landsberg)

Bild Reisecenter

 

Nächster Weg zum Busterminal

Bild Anbindung Busterminal

 

 
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