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Freilassing, Bahnhof

Bild Bahnhof Freilassing

Der Bahnhof Freilassing wird auch in Zukunft Nahverkehrsknoten bleiben bzw. an Bedeutung zunehmen. Daher ist eine deutliche Verbesserung der Infrastrukturen unumgänglich.

Forderungen des Verkehrsforums BGL:
FREILASSING BRAUCHT NEUEN BAHNHOF - Verkehrsforum präsentiert Lösung für barrierefreie Anlagen

Anfang August hat das Verkehrsforum Berchtesgadener Land die Bevölkerung aufgerufen, ihre Vorstellungen für wünschenswerte Einrichtungen in einem neuen Bahnhofsgebäude in Freilassing bekannt zugeben, wo doch im Rahmen des Projekts Stadtentwicklung ein Ersatzbau für das bisherige Objekt ins Auge gefasst wurde. Das Echo war enorm. Die Anrufer und Briefeschreiber interessierten sich aber vordergründig nicht so sehr für Einrichtungen in einem neuen Haus, sondern für eine raschen Umbau der Zugänge von den Straßen und Parkplätzen zu den Gleisen. Nicht nur Barrierefreiheit für Mitmenschen mit körperlichen Einschränkungen allein seien das Gebot der Stunde. Aufzüge, Rolltreppen, ansehnliche Wartebereiche, hygienische Toilettenanlagen und bessere Informationen für die Reisenden wurden dringend gefordert. Grund genug für die Aktiven des Verkehrsforums, ein Konzept für die rasche Umsetzung zu erarbeiten, welches im Rahmen des Septembertreffens im Hotel Avalon in Bad Reichenhall erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Bild Gleisplan Bahnhof Freilassing

Neu und für eine zukunftsorientierte Betriebsabwicklung des Zugverkehrs unabdingbar ist die Trennung der Gleisnutzung in drei Bereiche: Einen S-Bahn-Bereich, bestehend aus dem bisherigen Gleis 1, den geplanten neuen S-Bahn-Gleisen im Bereich des ehemaligen Postamts und einem Vollausbau des bisherigen "Güterhallen-Stutzens", dem Gleis 76, das nach dem jetzt laufenden Planfeststellungsverfahren zwar elektrifiziert, aber nur als Abstellgleis genutzt werden soll. Gleis 1 und Gleis 76 brauchen nur noch mit einer Bahnsteigkante von 55 cm Höhe ausgestattet werden, Gleis 76 zusätzlich mit einer Signalisierung zum Ausfahren auf die Streckengleise. Dann könnte der gesamte S-Bahn- Verkehr zwischen Berchtesgaden und Salzburg auf diesen Schienensträngen im "Inselbetrieb" abgewickelt werden. Dies bedeutet, dass nach Fertigstellung des 3. Gleises zwischen Freilassing und Salzburg dann alle Züge der S-Bahn Linien 2 bis 4 ohne Berührung der übrigen Zugfahrten im Bezirks-, Fern- und Güterverkehr abgewickelt werden können. Die in Freilassing endenden Fahrten der S 4 aus Berchtesgaden könnten nach Gleis 76 einfahren und von dort aus ohne "Zwischenparken" wieder zurück nach Berchtesgaden verkehren. Die Umsteiger vom südlichen Landkreis zu den S-Bahn-Linien nach Salzburg könnten dann in einem kurzen ebenerdigen Fußweg von weniger als 2 Minuten die neuen S-Bahn-Gleise erreichen oder über Aufzug bzw. Rolltreppe vom Bahnsteig 1 aus die Fern- und Bezirksgleise barrierefrei oder auch über Treppen erreichen. Die Durchbindung der S-Bahn-Linie 3 nach Bad Reichenhall und eine evtl. Weiterleitung der S 2 in Richtung Chiemgau könnte über Gleis 1 erfolgen, ohne dass signaltechnische Änderungen notwendig würen.

Ein weiterer Bereich (Gleis 2 und Gleis 4) ist ausschließlich für die Abwicklung des Fernverkehrs vorgesehen. Gleis 3 wird für den fahrplanmäßigen Zugverkehr nicht mehr benötigt, da ab Dezember 2013 alle "Meridian"-Züge des neuen Betreibers Veolia zwischen München und Salzburg durchgebunden sein werden. Auch die für Berufspendler bisher ab Freilassing eingesetzten Frühzüge fahren künftig ab Salzburg Hbf, so dass diese durchgehend über die Fernverkehrsgleise 2 und 4 geleitet werden können und auch müssen, da die neuen FLIRT-Triebwagen des Meridian für eine Einstiegshöhe von 76 cm gebaut werden und mit den S-Bahnsteigen nicht barrierefrei kompatibel sind. Das Maß von 76 cm ist auch die Regelhöhe für alle Fernzüge; die Bahnsteige der übrigen Bahnhöfe auf der Münchener Strecke sind neu auf dieses Maß ausgelegt. Erhöht man in Freilassing die Bahnsteige für Gleis 2 und 4 auf 76 cm und nimmt man Gleis 3 heraus so kann der gewonnene Bereich für eine Erweiterung des Bahnsteigs zwischen Gleis 2 und 4 genutzt werden. So entsteht ein breiter Bahnsteig, der Platz genug bietet für Aufzüge, Rolltreppen und Wetterschutzhäuschen. Alle Intercity- und künftigen Regionalexpress-Züge werden dann auf dieser Ebene abgewickelt.

Der dritte Bereich ist dem Nahverkehr vorbehalten. Gleis 6 war das "Lokgleis", das auf direktem Wege den Bahnhof mit dem Betriebswerk Freilassing verbunden hat. Letzteres wurde 1993 endgültig geschlossen und Gleis 6 seither nur als Abstellgleis genutzt. Abstellmöglichkeiten gibt es in Freilassing genug, da der gesamte Bereich des Güterbahnhofs mit elektrifizierten Gleisen zur Verfügung steht. Nimmt man Gleis 6 heraus, verbindet die Bahnsteige zwischen Gleis 5 und 7 und setzt die Kanten auf eine Höhe von 55 cm, bekommt man einen attraktiven "Nahverkehrsbereich" für die Züge von und nach Mühldorf, sowie - ebenfalls mit Aufzug und Rolltreppe versehen - auch einen barrierefreien Zugang für die Sonderverkehre (Intercity Hamburg-Berchtesgaden oder die private WestBahn nach Wien). In diesem Bereich kann auch die seit 70 Jahren angedachte Ausbaustrecke für den internationalen Fernverkehr eingefädelt werden. Gleis 8 dient dann auch für diese Zwecke und als Reservegleis.

Mit diesen Vorschlägen geht das Verkehrsforum in den nächsten Wochen zur Stadt Freilassing, zu den Entscheidungsträgern wie Bundesverkehrsministerium, den zuständigen Stellen der Deutschen Bahn AG sowie zu den einzelnen betroffenen Verkehrsunternehmen mit der Forderung, zeitnah ein Konzept für den barrierefreien Umbau zu erarbeiten und die Finanzierungsverhandlungen in Angriff zu nehmen. Weitere Vorschläge betreffen die Errichtung eines Reisezentrums, Notfallräume, Sanitäranlagen sowie eine umfassende optische und akustische Informationsplattform (Fahrgastinformationssystem) nicht nur für die Zugfahrten, sondern auch für die Busse und nicht zuletzt eine übersichtliche Beschilderung für die Wege zu den innerstädtischen Zielen.

Aufzüge

Bild Beispiel Aufzug

Eine wesentliche Forderung ist der Einbau von Aufzügen für Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen, Reisende mit Gepäck, Mütter mit Kindern bzw. Kinderwagen etc., da ein hoher Anteil der Reisenden in Freilassing umsteigt.

Aufzüge sind auf dem Hausbahnsteig (Gleis 1) und den Mittelbahnsteigen einzubauen.

Die Unterführung zur Stadt könnte bis zum Bahnhof verlängert werden, damit dann die Aufzüge genutzt werden könnten.


Transportbänder

Bild Treppenabgang zur Unterführung

Die bestehenden Unterführungstreppen sind mit Transportbändern auszurüsten.

Die als Schiebehilfe für Fahrräder am Treppenaufgang von der Stadtunterführung zu den Bahnsteigen angebrachte Metallrinne ist nicht mehr zulässig. Eine zulässige Schiebehilfe ist einzubauen.

Barrierefreier Bahnsteig

Für einen barrierefreien Zugang zu den Fahrzeugen müssen die Bahnsteigkanten ( und hier vor allem an Gleis 1) auf eine Höhe von 55 cm über Schienenoberkante umgebaut werden.

Behindertengerechte Toilette

Die in einem Container untergebrachte Toilette ist behindertengerecht umzubauen.

Wetterschutzhäuschen

Bild Bahnsteig mit Wetterschutzhäuschen

Auch wenn der Regenschutz durch die Bahnsteigdächer gegeben ist, sind auch auf den Mittelbahnsteigen Wetterschutzhäuschen als Schutz gegen teilweise heftige Windbelastung einzubauen.

Zusätzliche Anzeigen des Fahrgastinformationssystems

Stadttunnelaufgang ohne Fahrgastinformationssystem

In der Unterführung aus der Stadt ist ebenfalls eine Anzeige des dynamischen Fahrgastinformationssystems anzubringen.

 

Bild Ausgang zu Bussen

Ein zusätzliches Fahrgastinformationssystem mit Anzeige der nächsten Busabfahrten ist beim Ausgang zu den Bussen zu installieren

 

Fahrradabstellplatz

Bild Fahrradabstellplatz

Der gut ausgestattete Fahradabstellplatz ist zu klein und ist daher zu erweitern.

 

Positiv sehen wir:
Wartebereich

Bild Eingang Wartebereich

Der Wartebereich im bestehenden Gebäude ist sowohl über 3 Treppenstufen als auch ebenerdig (über Bahnsteig Gleis1) zugänglich.

Ein dynamisches Fahrgastinformationssystem im Wartesaal ist vorhanden und funktioniert.

Die Öffnung des Wartesaals von 4.30 Uhr bis 1.50 Uhr bietet den Fahrgästen einen geschützten Wartebereich mit Sitzgelegenheiten auch in den Randzeiten

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  • 15.2. Fr 18-19:30 Salzburg, Hotel Brunauer, Elisabethstr. 15 - Gisela Stete: Eine neue Mobilitätskultur für Salzburg Die Grünen der Stadt Salzburg.
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    zu Gast: Herr Datz, RVO - versch. Erläuterungen zu neuen Strecken und Sachstrukturen aus Sicht der RVO

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  • 02: Saaldorf-Surheim: Werden wir einen eigenen Bahnhaltepunkt noch erleben? Bahnhalt vielleicht in 10 Jahren ....

  • 02:Rufbus Teisendorf: Zu wenige nutzen den Gemeindebus - er fährt aber weiter.  .... Einheitstarif in Traunstein
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